Waldbrunner Stutenmilchwochen

Von Jette Zollmann, 30. April 2010 10:19

Vom 08.05-23.05.2010 finden bei uns in Waldbrunn die 1. Waldbrunner-Stutenmilchwochen statt. Es gibt Aktionsangebote in unserem Hofladen, für die Entspannung gibt es die Waldbrunner-Stutenmilchmassage, angeboten vom Therapiepunkt in Strümpfelbrunn und in allen teilnehmenden Gastronomiebetrieben in Waldbrunn gibt es Stutenmilch und so manch andere Stutenmilch-Überraschung auf der Speisekarte.

Die Idee der Waldbrunner-Stutenmilchwochen entwickelte sich aus dem Tourismuskonzept der Gemeinde Waldbrunn, dass im Herbst in Auftrag gegeben wurde. Zusammen mit den Waldbrunner-Gastronmiebetrieben werden gemeinsame Aktionen durchgeführt. Wir sind gespannt wie die Waldbrunner-Stutenmilchwochen angenommen werden. Werbung wird bereits auf dem Maimarkt in Mannheim gemacht. Am Samstag, den 1. Mai stellen wir auch unseren Hof auf dem Stand der Touristikgemeinschaft-Odenwald in Halle 1 vor.

Die ersten Trinkversuche unseres kleinen Fohlens

Von Jette Zollmann, 21. April 2010 08:01

Unser kleines Fohlen steht gerade zum ersten Mal auf seinen langen Beinen und versucht jetzt an die kostbare Stutenmilch zu kommen.

Fraktionsvorsitzender Peter Hauk bei uns auf dem Stand

Von Jette Zollmann, 20. April 2010 21:42

Nicht nur Verbraucher und Verbraucherinnen waren auf der Slow Food bei uns am Stand. Der jetztige Fraktionsvorsitzender der CDU in Baden-Württemberg Peter Hauk hat uns an unserem Stand besucht und unsere Stutenmilchprodukte getestet. Die Stutenmilch war nichts neues für Ihn, denn 2008 war Peter Hauk als Minister für Landwirtschaft und Verbraucherschutz auf unserem Gestüt zur Einweihung unseres neuen Hofladens und Melkstands.

Die “Slow Food” keine lahme Schnecke

Von Jette Zollmann, 16. April 2010 09:14

Slow Food ist eine weltweite Vereinigung von bewussten Genießern und mündigen Konsumenten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Kultur des Essens und Trinkens zu pflegen und lebendig zu halten. Gestern ist die Slow Food Messe in Stuttgart gestartet und sie geht noch bis Sonntag. Wir sind auch mit einem Stand vertreten. Am Mittwoch ging es nach Stuttgart zum Aufbauen und bis Sonntag kann man auf unserem Stand Stutenmilch und Kumys trinken und alles wichtige über unseren Betrieb erfahren.
Wer Lust hat vorbei zu kommen, wir sind in Halle 4 auf dem Demeter Gemeinschaftsstand.

Wer mehr über die Slow Food Bewegung wissen will kann unter www.slowfood.de nachlesen.

Besuch von einer Journalistin aus Kasachstan

Von Jette Zollmann, 12. April 2010 09:45

Mein Name ist Olga Kornejewa, und ich komme aus diesem Land, woraus auch das Getränk Kumys kommt – aus Kasachstan. Ich kann nicht sagen, dass ich zu hause jeden Tag Kumys trinke, aber ab und zu, besonders wenn man aufs Land fährt, trinke ich schon dieses kasachische traditionelle Getränk aus der Stutenmilch. Es wird in Kasachstan besonders gut beim heissen sommerlichen Wetter getrunken. So frisch, so beruhigend…
Über einen Bauer, der in Deutschland Kumys produziert, habe ich schon in Kasachstan gehört. Es scheint mir so, dass ich ein mal im kasachischen Fernsehen einen Bericht darüber gesehen habe. Und jetzt, als ich für ein Praktikum beim Radio “Deutsche Welle” nach Deutschland gekommen bin, hat man entschieden, dass ich das Kurgestüt in Waldbrunn unbedingt besuchen soll – um selbst deutschen Kumys zu probieren, den Produzent kennen zu lernen und darüber zu berichten. 
Das war ein glücklicher Tag – ab Morgens früh, als ich meinen Zug in Richtung Heidelberg genommen habe, und bis Nachmittags, bis hin zur Rückfahrt mit einem der seltener Busse in Waldbrunn (Ortsteil Muelben). Alles hat ganz gut geklappt. Mein erstes Glück war, dass ich nach dem fast 4-Stündigen Weg von Bonn bis Mülben es ganz rechtzeitig geschafft habe, bei der traditionellen Führung am Donnerstag um 11 Uhr dabei zu sein. Es gab da ziemlich viele Leute und auch mit Kindern – ich habe mich darüber sehr gefreut, weil für die Fotos für meine Reportage das bestimmt gut war. Das Publikum hat zuerst die Stutenmilch und den Kumys probiert, und einen kleinen Vortrag darüber von Jette Zollmann gehört. Und dann sind wir alle in einen Raum gegangen, wo gemolken wird. Es war spannend! Wie haben den ganzen Prozess sehr nah miterlebt. Hier hat uns Jette Zollmann noch viel Interessantes erzählt – zum Beislpiel, dass die Stuten sehr empfindlich sind, und wenn es beim Melken etwas ihnen nicht gefällt, dann kommt einfach keine Milch mehr, dann muss man noch bis zum nächsten Melken warten… Sie sind keine Maschinen für die Milchproduktion, sie sind lebendige Wesen. Das darf man nicht vergessen.
Danach haben wir noch die hübschen Fohlen gesehen. Für einige der Führungsteilnehmer war es wahrscheinlich das erste mal, dass sie so nah bei sich die Pferde gesehen haben. Nicht nur die Kinder, aber auch Erwachsene waren von dieser Unterhaltung mit der Natur offensichtlich begeistert. Wenn man danach wieder eine Probe von der Stutenmilch und dem Kumys gemacht hat, dann hat man bestimmt schon ein bisschen anderes Gefühl dafür bekommen.
Übrigens, was den Geschmak des deutschen Kumyses angeht. Ich sollte sagen, der hat mir sehr gut gefallen. Es scheint mir sehr ähnlich dem kasachischen Kumys zu sein, wahrscheinlich ein bisschen mehr raffiniert, sauberer, ohne diesem bitteren Beigeschmack von unseren kasachischen Steppenkräutern… So ungefähr.
In einem Interview hat mir Hans Zollmann gesagt, dass er das Produkt Stutenmilch wie ein “sehr wertvolle Frucht” schätzt, und wenn man diese Frucht bekommt, muss man auch “den Baum”, die Stuten also, schonen und achten. Deswegen hat man alles so rein ökologisch und vernünftig beim Kurgestüt organisiert, dass die Tiere sich wohl fühlen und gar nicht im schlechtem Sinne ausgenuzt werden. Ein entsprechendes weises Verhältnis zu Tiere fehlt uns zur Zeit in Kasachstan sehr, meiner Meinung nach. Und ich freue mich sehr, dass die Kontakte zwischen der Kurgestüt von Herrn Zollman und den kasachischen Kumysproduzenten sich erweitern werden. Dann kann man von einander viel lernen, und nicht nur die Technologien austauschen, aber auch die Philosophie der ökologischen Landwirschaft übernehmen. Hoffentlich.
Ich wünsche der netten Familie Zollmann viel Erfolg bei ihrer Arbeit. Und, wer weiss, wahrscheinlich sehen wir uns nächstes mal schon in Kasachstan?     

Jetzt gehts raus zum Säen

Von Jette Zollmann, 9. April 2010 11:55


Durch die letzten Sonnentage ist es nun auf unseren Feldern abgetrocknet und wir können unseren Hafer säen. Da wir als Biobetrieb kein Futter zukaufen benötigen wir den Hafer als Futter für unsere Pferde. Unser Landwirtschaftstechniker Marcus ist für die Aussaat zuständig. Zunächst muss er das Saatgut von Anhänger in die Sämaschine bringen. Dann geht es ab aufs Feld.


Der Acker wurde im Winter gepflügt, das nennt man auch Winterfurche. Die Winterfurche hat den Zweck die Beikräuter so gering wie möglich zu halten und ein feines Saatbett im Frühjahr zu erhalten.

Sie funktioniert folgendermaßen: Durch das Pflügen werden die oberen 10 cm des Bodens nach unten gedreht. Dadurch kommen die Samen anderer unerwünschter Pflanzen in 10 cm tiefere Schichten, bekommen kein Licht und können nicht keimen. Zusätzlich werden die großen Erdbrocken, auch Schollen genannt, durch den Frost zerkleinert. Die Schollen sind mit Wasser durchzogen, das Wasser friert und dehnt sich aus. Durch das Ausdehenen zerfällt der Schollen in kleine Teile.

Um ein feines Saatbett zu erhalten hat unser Schlepper eine Walze vorne und eine Kreiselegge hinten. Damit bekommen wir ein gleichmäßiges Saatbett.
Unsere Sämaschine wurde von Marcus so eingestellt das sie jetzt 140 kg Hafer pro Hektar in das Saatbett einsät.

Die nächsten Tage und Wochen müssen wir nun beobachten wie der Hafer aufläuft, also keimt und wächst, um dann weitere Maßnahmen zu planen.

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