Wir müssen nicht spritzen!
In den letzten Tagen hat es bei uns geregnet und der Regen ist sehr gut für unsere Wiesen und Felder. Es gibt auch die alte Bauernregel:” Ist der Mai kühl und nass, füllt´s dem Bauern Scheun und Faß!”. Und in der Tat hat der Regen unsere Wiesen und Felder wachsen lassen. Aber es wächst nicht nur das Getreide sondern im Getreide wachsen auch Beikräuter die nicht unbedingt erwünscht sind. Um diese Kräuter und Gräser zurückzuhalten wird im Ökolandbau gestriegelt und nicht gespritzt. Ein Striegel kann man sich wie ein Rechen mit ganz vielen kleinen Zinken vorstellen. Die Zinken müssen so eingestellt werden, dass die unerwünschten Pflanzen rausgerissen werden und das Getreide, der Hafer zum Beispiel, stehen bleibt. Man kann natürlich nicht alle unerwünschten Kräuter und Gräser erwischen, aber einen Großteil bekommt man in den Griff. Das Striegeln hat noch einen weiteren Nebeneffekt. Durch die Zinken wird auch die Haferpflanze leicht verletzt. Diese kleine Verletzung regt die Pflanze an weitere Triebe zu bilden. Es ist wichtig, dass der Hafer schnell wächst und die Fläche bedeckt, denn dann haben die unerwüschten Beikräuter weniger Chance zu wachsen.
Gleichzeitig mit dem Striegel bringen wir die Untersaat aus. Die Untersaat ist bei uns Kleegras. Während jetzt der Hafer nach oben wächst kann in Bodennähe langsam unsere Untersaat mit Gräseren, Rotklee und Luzerne wachsen. Später wenn der Hafer geerntet wird, haben wir einen Grünen Acker, der die nächsten Jahre als Futter und Weide für unsere Pferde dient.



