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Mist ist nicht Mist

Von Jette Zollmann, 23. März 2010 22:14

Der Frühling steht vor der Tür und damit geht auch draußen die Arbeit in der Landwirtschaft los. Der Mist, der sich über den Winter gesammelt hat muss nun raus auf die Felder. Aus diesem Anlass möchte ich Euch mal die wichtige Rolle näher bringen, die unser Mist für unsere biologisch-dynamische Wirtschaftsweise einnimmt. Unser Mist ist kein Abfall für uns, sondern notwendiger Dünger für die Pflanzen. Mit dem Ausbringen von Mist auf die Felder wird ein Kreislauf geschlossen. Die Pflanzen nehmen sich wichtige Nährstoffe aus dem Mist, die das Wachstum optimal unterstützen. Ein geschlossener Kreislauf funktioniert nur, wenn einerseits so wenig wie möglich von “Außen” zugeführt und andererseits nicht zu viel entnommen wird. Das bedeutet es darf kein Dünger wie z.B. Sticksoff zugekauft beziehungsweise nicht die gesamte Ernte verkauft werden. Je mehr von der Ernte im Betrieb als Futtermittel für unsere Pferde verbleibt desto größer ist der Anteil an Nährstoffen, die dem Kreislauf auf diese Weise erhalten bleiben.

Unser Mist wird Festmist genannt und besteht aus einem Gemisch von Kot, Urin und Stroh. Mit dem Miststreuer wird er auf die Felder ausgebracht. Die Jauche,  die sich bei der Lagerung von Mist sammelt besteht aus Wasser und Urin. Sie ist ebenfalls Teil des Kreislaufes und wird wie der Mist als Dünger mit einem Jauchfass ausgebracht.

Oft werden wir von Hobbygärtner gefragt ob wir unseren Mist verkaufen, aus oben genannten Gründen müssen wir dies aber verneinen.

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